Plattenverdampfer: Eine wichtige Erweiterung des Lieferprogramms


 

BMA investiert kontinuierlich in die Ergänzung und Anpassung des Lieferprogramms an Kundenanforderungen. Deshalb werden in Zukunft vollverschweißte Plattenwärmetauscher und insbesondere die Multiplate Hybridverdampfer zum BMA-Lieferprogramm gehören. Entwicklung, Konstruktion und Fertigung der Verdampfer erfolgen in der gut ausgestatteten Produktion in Braunschweig. BMA ist damit in der Lage, auf unterschiedlichste Anforderungen und Wünsche stets mit der optimalen Verdampfertechnologie eingehen zu können. Sowohl die bewährten Röhrenfallstromverdampfer als auch die Multiplate Hybridverdampfer können eingesetzt werden.


Der Name HYBRID leitet sich aus der Kombination von zwei unterschiedlichen Arten der Strömungskanäle ab. Auf der einen Seite, der Rohrseite, befindet sich ein rohrähnlicher Querschnitt, der dem Rohrbündelwärmetauscher ähnelt und auf der anderen Seite, der Wellenseite, ein Querschnitt, der dem Plattenwärmetauscher sehr nahe kommt. Dadurch vereint dieser Plattenwärmetauscher die spezifischen Eigenschaften und Vorteile der beiden Ursprungsformen Rohrbündel- und Plattenwärmtauscher miteinander.


Grundelement für alle Bauformen des Plattenfallfilmverdampfers ist ein Blech mit einer konstanten Plattenbreite von 360 mm. Die Plattenlänge kann variabel von 216 bis 11.880 mm gestaltet werden. Die Verformungshöhe (Prägetiefe) ist durch den Einsatz eines sehr multifunktionalen Prägewerkzeuges im Bereich von 2,75 bis 5,1 mm und einer Blechdicke von 0,3 - 1,0 mm variabel. Mehrere Bleche aufeinandergelegt und verschweißt ergeben ein Wärmetauscherpaket. Je nach Leistungsbedarf werden mehrere Pakete in Reihe miteinander zusammengebaut. Das so entstandene Plattenpaket wird dann mit Seitenblechen und Zugankern zu einem druckstabilen Block verbunden. Der völlig verschweißte Plattenblock kann dann in ein Druck tragendes Gehäuse beliebiger Konstruktion eingeschweißt werden.




 

Beim Zusammenbau zum fertigen Plattenverdampfer mittels diverser Adapterbleche werden Längs- und Querseite räumlich voneinander getrennt. Konform zu dieser Trennung wird nun der Mantel inkl. Versteifung um das Verdampferpaket herumgebaut. Jede Kammer erhält jeweils die notwendigen Anschlüsse für Medienein- und -austritt sowie Entlüftungs- und Entleerungsstutzen.


Der einzudickende Saft wird durch den Behältermantel mittels einer abnehmbaren Rohrleitung zum Saftverteilungssystem geleitet. Dieses besteht im Wesentlichen aus einer Saftberuhigung, Feststoffabscheidung, Grobverteilung und Feinverteilung. Die Feinverteilung ermöglicht eine gleichmäßige Benetzung des rohrförmigen Plattenquerschnittes.
Der Saft strömt von oben nach unten durch die in Reihe geschalteten Plattenpakete. Zwischen den Paketen befinden sich keine zusätzlichen Verteilsysteme. Durch die große Anzahl der Rohre, etwa 5.500 pro m2 Anströmfläche zwischen den Paketen, ist eine gleichmäßige Verteilung sichergestellt. Die benötigte Wärmeleistung zur Phasenänderung der Saftlösung auf der Rohrseite wird durch die Kondensation des Heizdampfes auf der Wellenseite sowie die treibende Temperaturdifferenz der Medienströme erreicht.


Im unteren Teil des Verdampfers wird im Brüdenraum ein bestimmtes Flüssigkeitsniveau gehalten. Somit können die erzeugten Brüden nicht durch den Saftaustrittsstutzen abgezogen werden.


Kundennutzen


  • Bessere Saftfarbe durch kurze Verweilzeit
  • Geringere Investitionen
  • Umbau bestehender Robertverdampfer bis zur 3-fachen Heizfläche
  • Sehr gutes Regelverhalten durch kurze Reaktionszeit
  • Energieeinsparung



BMA . Braunschweigische Maschinenbauanstalt AG . Am Alten Bahnhof 5 . 38122 Braunschweig . Germany
Telefon +49 531 804-0 . Telefax +49 531 804-260


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