Fließbettreaktor zur anaeroben Abwasserreinigung
Anaerobe Abwasseranlagen für hochbelastetes Zuckerfabriksabwasser werden immer zweistufig gebaut. In der ersten Stufe, der Versäuerung, werden durch im Abwasser vorhandene Mikroorganismen die hochmolekularen Zuckerstoffe zu organischen Säuren abgebaut, die wiederum das abbaubare Substrat für die Bakterien in der acetogenen und methanogenen Phase des Fließbettreaktors bilden.
Der BMA-Fließbettreaktor zur anaeroben Abwasserreinigung für die Zuckerfabrik Güstrow wurde für eine CSB-Fracht von 24.000 kg /d, entsprechend einer Abwassermenge von 1.500 m³/d, mit einer Belastung von 16.000 mg CSB/Liter ausgelegt.
Bei der natürlichen Vorversäuerung in den Erdschlammstapelteichen und der anschließenden Versäuerung in offenen Teichen sind je nach Witterung und Aufenthaltszeit Geruchsbelästigungen nicht völlig auszuschließen. Für die Zuckerfabrik Güstrow war Voraussetzung, dass Geruchsbelästigungen weitgehend vermieden werden mussten. Das heißt, dass Abwasser muss möglichst schnell aus den Erdschlammstapelteichen abgezogen und zur Anaerobanlage gepumpt werden.
Das Abwasser im Versäuerungsbecken wird über einen mit Kondensat beheizten Wärmetauscher auf ca. 38°C angewärmt. Die Aufenthaltszeit im Versäuerungsbecken reicht bei dieser Wassertemperatur aus, um einen hohen Versäuerungsgrad zu erzielen. Um die Geruchsemmissionen zu minimieren, außerdem Wärmeverluste zu vermeiden, ist die Oberfläche des Versäuerungsbeckens mit Styroporkugeln abgedeckt. Vom Versäuerungsbecken wird das vorbehandelte Abwasser in den Fließbettreaktor gepumpt. 
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